{"id":20,"date":"2013-07-20T15:48:57","date_gmt":"2013-07-20T15:48:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.annette-merkenthaler.de\/?page_id=20"},"modified":"2023-10-20T08:34:51","modified_gmt":"2023-10-20T08:34:51","slug":"archiv","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.annette-merkenthaler.de\/de\/archiv\/","title":{"rendered":"Archiv"},"content":{"rendered":"<p><strong><span style=\"color: #808080;\">Immermoos und Efeu<\/span><\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\">In der Merdinger Zehntscheuer, einem Geb\u00e4ude mit sichtbarer Geschichte, entwickelt sich durch gro\u00dfformatige Fotoarbeiten eine den Raum definierende Installation.<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #808080;\">Schichten des Lebens mit Beginn und Ende, Werden und Vergehen, mit menschlichen Artefakten inmitten von Natur und wuchernden Pflanzen in ihrem eigenen Kreislauf.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #808080;\">Stand heute<\/span><\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Von der Anschauung zur Vorstellung: Die Welt im Bild<br \/>\nSie liegen da. Die Bilder. In der Installation \u201eSchichten\u201c von Annette Merkenthaler. Flach auf einem blauen, im Raum aufsteigenden Grund. Die Bilder zeigen Welt. Dabei stellen sie keine Fensterblicke dar, die von Innen nach Au\u00dfen vermitteln m\u00f6chten, sondern auf den Fotografien sind Ausschnitte von Welt, Nahaufnahmen aus einem Makrokosmos zu sehen. Die Welt im Bild entw\u00e4chst in einem Garten, ihrem Garten. Im Jahresverlauf ist er nicht nur Beobachtungsraum, sondern dient der k\u00fcnstlerischen Arbeit gleichsam als Entstehungsort als auch als Bilderfundus.<br \/>\nDie K\u00fcnstlerin wird zur Beobachterin.<br \/>\nUm zu sehen wie Bl\u00e4tter auf Fotografien von Laub fallen, wie der Fisch um sein eigenes Abbild im Wasser sich tummelt, wie Aufnahmen trockener Erdfl\u00e4chen vom Regenwasser geflutet werden.<br \/>\nA.M. beobachtet die von sich aus fl\u00fcchtigen Ergebnisse dieses zeitlich-r\u00e4umlichen Zusammenwirkens von Abbild und Wirklichkeit, um schlie\u00dflich diese Unterscheidung in dem Moment aufzuheben, in dem sie die Kamera bedient und das Geschehen zum Bild wird. Ohne jemals ein Bild von der Natur vorgeben zu wollen, entwickelt sich aus der unmittelbaren Anschauung im Bild eine anschauliche Erfahrung von Raum und Zeit.<br \/>\nDr. Julia Galandi-Pascual, Leiterin Paul Ege Art Collection <\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #808080;\">Janus<\/span><\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Im Rathausgraben warten zwei sitzende, friedliche Stiere auf die Besucher; auf dem Erdhaufen vor ihnen w\u00e4chst d\u00fcnnes Gras: so Janus. Das dem Gott mit zwei Gesichtern gewidmete Photodiptychon \u00f6ffnet und schlie\u00dft den Zugang. Das Tier, das auf einem Viehmarkt w\u00fcrdig portraitiert wurde, ahnte nicht, dass es dann vor einen k\u00fcmmerlichen Erdhaufen mit seinem sp\u00e4rlichen Gras gesetzt w\u00fcrde. Auf beiden Seiten des Eingangs lassen die Bilder den Stier heute wieder aufleben. Doch kommen sie aus anderer Zeit: der Zeit eines \u00fcberarbeiteten, manipulierten, eines mit Erde \u00fcbersch\u00fctteten, bes\u00e4ten Bildes, wovon ein neues aufgenommen wurde, das nun auf diesem Oppidum im Gers aufgebaut ist.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> &#8230; Drei Momente enth\u00e4lt Janus: den Viehmarkt mit Stier, heranwachsendes Gras im Garten der K\u00fcnstlerin, uns Besucher. Um das Reale, die meist \u00fcbliche Art der Darstellung, k\u00fcmmert sich Annette Merkenthaler wenig. Daf\u00fcr versucht sie, nach eigener Art Neues zu dichten, zu versetzen, zu verpflanzen.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> &#8230; Spannungen durchziehen die Bilder. \u00c4sthetisches, das den Verh\u00e4ltnissen, der eigenartigen Zusammenstellung entstammt. Zeitliches, dem das \u00dcbereinander der Bildschichten und dessen unvorhergesehenes, versetztes Auftauchen an der Oberfl\u00e4che, Gestalt gibt. Jene Differenzen erinnern die Gegenwart daran, dass Vergangenes war, heute noch ist, uns Gleichg\u00fcltigen gleichg\u00fcltig.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Michel M\u00e9tayer, Prahecq, Juli 2013<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> aus dem Franz\u00f6sischen, MM<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #808080;\">Immer wieder aufs Neue \u2013 am Strom<\/span><\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Wie fand Annette so unmittelbar Zugang zum Strom? \u2013 Mit der vorsichtigen \u00dcberschreitung des Bildausschnitts und der Bildtiefe &#8211; Mit der Sicherheit ihres Blicks auf das Material &#8211; Als Reisende &#8211; und das findet seine Resonanz auch hier &#8211; Annette fotografiert, was vorbeizieht, was sie durchf\u00e4hrt &#8211; Sie f\u00fchrt die Landschaft im Rechteck mit &#8211; Nicht um sie zu besitzen oder sich in sie zu verlieben &#8211; Sondern um der Freiheit des Umher-streifens willen &#8211; Und des freien Zugangs, der Verbindung schafft &#8211; Zur Vergangenheit. &#8211; W\u00e4hrend sich uns die Gegenwart vielleicht entzieht &#8211; So wie die Gegenwart des Stroms sich entzieht.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Natalie Lafortune, Montr\u00e9al, Mai 2011<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> aus dem Franz\u00f6sisch, Beate Thill<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #808080;\">Bilder von Reisen \u2013 Bilder auf Reisen<\/span><\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Annette Merkenthaler reist mit leichtem Gep\u00e4ck \u2013 mit Fotos, mit Erinnerungen, mit Vorstellungen und nimmt uns mit an Orte, die sie neu entstehen l\u00e4sst, die uns fremd und doch seltsam vertraut erscheinen.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Sie gibt uns unverhofft das Gef\u00fchl, schon einmal dagewesen zu sein oder uns dort hin zu w\u00fcnschen. Wir gehen lautlos durch stille R\u00e4ume und stehen oft vor einem blassen Bild, neben Vorh\u00e4ngen, die halb zugezogen sind und doch etwas von den Geschichten dahinter aufscheinen lassen.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Wir beziehen eine geheimnisvolle Freude aus dem Entdecken und Wiederfinden. <strong>Hinter den G\u00e4rten<\/strong> ist ja nicht nur ein ferner, lockender Ort sondern auch eine Metapher f\u00fcr Verg\u00e4nglichkeit. Wir wissen, dass die Zeit uns widerstrebt und haben Lust, sie aufzuhalten.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Gudrun Selz, Freiburg, 2009<\/span><\/p>\n<p><strong> <span style=\"color: #808080;\"> Das andere Fenster<\/span><\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Auf der dem Geb\u00e4ude zugewandten Seite ist ein kugelf\u00f6rmiger Baum \u2013 genauer gesagt eine Zierkirsche \u2013 zu erkennen. Es ist eine Abbildung genau desjenigen Baums \u00fcber dem Annette Merkenthaler auch die gesamte Konstruktion plaziert hat. Auf der anderen Seite \u2013 zur Stra\u00dfe hin \u2013 fehlt der Baum. Keine wirkliche Leerstelle, denn dort blicken wir auf eine blaue Fl\u00e4che, die dank einer wei\u00dfen Wolke als Himmel zu erkennen ist und Erde, eine gr\u00fcne Rasenfl\u00e4che mit gelben L\u00f6wenzahnbl\u00fcten. &#8230; Die Landschaftsbilder, die sie\u00a0 uns in der H\u00f6he anbietet, sind Konstruktionen, die sich dem dokumentarischen Charakter der Fotografie letztlich verweigern.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Julia Galandi Pascual, Freiburg, 2008<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><br \/>\nSie hat uns <strong>ein Narzissenfeld<\/strong> versprochen und hat es in den B\u00e4umen gepflanzt.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Gudrun Selz, Freiburg, 2006<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><strong>Schnee<\/strong> \u2013 Das zeitgebundene Naturmaterial ist in seinem ganzen Facettenreichtum die Grundlage ihrer fotodokumentarischen und installativen Untersuchungen. &#8230; Den Kunstschnee vergleicht sie mit echtem Schnee und experimentiert: Wo brennt eine Kerze l\u00e4nger, in einem Schneeh\u00e4ufchen aus Kunstschnee oder in jenem aus echtem Schnee? Die Fotoreihe zeigt\u2019s: Der echte Schnee h\u00e4lt das Wachs k\u00fchl und verl\u00e4ngert so die Lebensdauer des Kerzenlichts. &#8230; Und der Schnee entwickelt, ob im Foto festgehalten oder in der Rauminstallation eines Kunstschneebergs, der <strong>Vitrine f\u00fcr Schnee und Eis<\/strong>, die f\u00fcr ihn typische Ger\u00e4uschd\u00e4mmung. Oder ist das alles nur Einbildung?<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Eva Schumann-Bacia, Freiburg, \u201eIm Schnee geforscht, der Stille begegnet\u201c BZ 2. 1. 2007<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Auf vorgefundene und von Menschen geschaffene Situationen antwortet sie mit kubischen Konstruktionen und installiert aus Baumaterialien st\u00f6rend empfundene Einz\u00e4unungen. Innerhalb dieser Begrenzungen wird der Natur durch Zaun, Beton und Maschendraht ein Schutzraum gew\u00e4hrt, so dass <strong>Das G\u00e4rtchen<\/strong> und das <strong>Refugium<\/strong> paradoxerweise nicht zu G\u00e4rten werden, die der Wildnis Einhalt gebieten, sondern zu Orten des Widerstandes, die der Natur\u00a0 begrenzte Freir\u00e4ume erm\u00f6glichen.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Hierbei gelingt\u00a0 es, die Zerst\u00f6rung und die Kraft der Natur zur Anschauung zu bringen. Denn die K\u00fcnstlerin zieht sich beobachtend im Laufe des Werkgeschehens zur\u00fcck und verweist auch den Betrachter in die Rolle des sensiblen Beobachters.<br \/>\nMargarita Jonietz, Freiburg, 2013<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Das <strong>Rot<\/strong> einer Bushaltestelle und die helle Spiegelung des Himmels in der Scheibe des vorbeifahrenden Busses. \u2026 Ein <strong>Gelb<\/strong>, das hell strahlt. Ein vielteiliges Bl\u00fctenrot. Ein <strong>gr\u00fcner<\/strong> Gartenzaun, und zwischen den Latten das Foto einer Landschaft. Das Gelb ist das einer Vinylplane, die Annette Merkenthaler in einen kanadischen Ausstellungsraum gespannt hat. Gelb eines Rapsfelds, das sie sah. Das Rot ist das ihrer bienenwabenf\u00f6rmigen Bl\u00fcten aus Sperrholz und das von kanadischen Kirchend\u00e4chern. &#8230; Die Landschaft am Sankt-Lorenz-Strom. Die Verschr\u00e4nkung von Landschaft und Kunst.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Volker Bauermeister, Freiburg, \u201eSo m\u00f6chte ich es sehen\u201c, BZ Juni, 2012<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Ein in Kanada entstandenes Waldfotopanorama versetzt Annette Merkenthaler in\u00a0 den badischen Stadtraum. Der kanalisierte Bach wird mit einem naturr\u00e4umlichen Gegenbild konfrontiert.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Wir betrachten dies Foto, das halb im Wasser versenkt ist. Und es wird f\u00fcr uns im weitesten Sinn: <strong>Foto im Fluss<\/strong>. Morgens, vor elf kommt um diese Jahreszeit die Sonne, trifft die Bildfl\u00e4che \u2013 und bringt die feine silbrige Linie, die solange Schatten ist, den Wassersaum bezeichnet, zum Verschwinden. Dann \u00fcberblendet die Spiegelung der \u00fcber Wasser gelegenen Bildpartie die darin verschwimmende untere, silbriges Reflexlicht glitzert vom kanadischen Wald.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> W\u00e4hrend Bl\u00e4tter vorbeischwimmen. \u00c4pfel mit verschiedenfarbiger Haut. Vielleicht etwa zehn Sekunden dauert die Passage zwischen Br\u00fccke und Br\u00fccke. Den Zwischenraum f\u00fcllt die Fotowand, mit sechs Metern Breite etwa ann\u00e4hernd aus. Ein Bild, an dem sich das Bild einer flie\u00dfend verg\u00e4nglichen Welt abzeichnet. Die K\u00fcnstlerin hat daf\u00fcr schon viele sch\u00f6ne \u201eFeststellungen\u201c gefunden. Nun steht sie wieder mit der Kamera dabei. Solange die Arbeit am Platz ist, ist sie nicht fertig. Solange der Bach flie\u00dft und die Sonne wandert.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Volker Bauermeister, Emmendingen, 27. 6. 1999<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #808080;\">Stapelarbeit<\/span><\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> III\u00a0\u00a0 Ort dieser Installation ist der Wald, jedoch unweit von menschlichen Behausungen, ein Wald, in dem man spazieren geht. Wieder taucht hier der erw\u00e4hnte Zwiespalt der K\u00fcnstlerin zwischen Eingezirkeltem und Grenzenlosem, ihr tiefes Schw\u00e4rmen f\u00fcr das Zweite auf.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> &#8230; Ihr Weg ist die Raum-Zeit-Erfahrung, die m\u00fchsame Auseinandersetzung eines Menschen, einer Frau, mit beidem. Durch das Stapeln mi\u00dft sich der Mensch mit der Welt. \u00dcber diese Handlung werden die menschlichen Kr\u00e4fte erprobt, gemessen, ermattet. Grenzen werden erfahren. Wie hoch kann ich noch stapeln? Wie lange kann ich es noch? &#8230; Auch in Hinsicht auf Unvorhersehbares, vom Menschen Unabh\u00e4ngiges: Steht der Bau noch gerade? Wird er Wind, St\u00fcrme durchhalten? Bleibt er stabil? Sobald das Werk die H\u00e4nde des K\u00fcnstlers verl\u00e4\u00dft, wird es in die Freiheit geboren: Schaffen hei\u00dft nichts anderes, als das Werk den Zuf\u00e4lligkeiten der Welt auszusetzen. Michel M\u00e9tayer, Stra\u00dfburg 1992<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"> Die Lehm- und Erdarbeiten von Annette Merkenthaler beziehen, sowohl in den landschaftsbezogenen Vor-Ort-Installationen, wie auch in den Innenraum-Skulpturen ihre innere Spannung stets aus einem Zugleich von organoidem und konstruktivem Formvokabular. Als besonders sch\u00f6nes Beispiel f\u00fcr ihre Au\u00dfenraum-Arbeiten darf dabei die Installation gelten, die sie 1991 f\u00fcr den Freiburger <strong>Colombipark<\/strong> entwarf: Aus 20Tonnen Dachziegelton errichtete sie eine bis zu zweieinhalb Meter hohe Lehmwand mit unsichtbar eingearbeiteten rotbemalten Holzpfosten, die zusammen mit einem h\u00fcgelartigen, an zwei Seiten scharf beschnittenen Landschaftssegment \u00fcber sechs Monate den nat\u00fcrlichen Verwitterungsprozessen ausgesetzt wurde. Am Ende des Modellversuchs war die Naturform in ihrer einstigen Gestalt zumindest noch erkennbar, w\u00e4hrend von dem tektonischen Entwurf nurmehr das Gerippe der Holzpf\u00e4hle \u00fcbrig blieb. So entstand eine Arbeit, die auf \u00fcberaus pr\u00e4gnante Weise die Vollendung des Werks mit seiner gleichzeitigen potentiell vollst\u00e4ndigen Aufl\u00f6sung verklammerte und damit auch zu einem Kommentar auf das Naturprinzip eines Kreislaufs aus ewigem Werden und Vergehen wurde.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Stephan Berg, Freiburg, 1992<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #808080;\">Schnitte in Ton<\/span><\/strong><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Annette Merkenthaler hat sich in ihrer Arbeit immer mehr von der Gebrauchsfunktion der Keramik gel\u00f6st, um eigenst\u00e4ndige, plastische Formen, bzw. eigene \u00e4sthetische Werte zu schaffen. Das Material wird nun frei von jeder Funktion zum k\u00fcnstlerischen Ausdruck eingesetzt. In der hier gezeigten Werkgruppe entstanden durch Biegen, Stauchen und W\u00f6lben Landschaftsausschnitte. Der Ton selbst ist ein St\u00fcck Natur: Erde. &#8230; Eine \u00e4sthetische und sinnliche Erfahrung wird formuliert, die sonst nur die Natur vermitteln kann. Umso schmerzhafter erscheinen die sorgf\u00e4ltig kalkulierten Schnitte, Spuren menschlicher Eingriffe. Das Material reagiert auf die Verletzung, es erscheinen Risse, die Bestandteil der Komposition bilden.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Gabriella G\u00f6r\u00f6cs, Freiburg,\u00a0\u00a01985<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">AMs Blick ist wie ihre Arbeit: vielfach <strong>\u201adazwischen\u2019<\/strong>, zwischen oben und unten, zwischen hoch und tief, offen und geschlossen, zwischen unspektakul\u00e4r und au\u00dferordentlich suggestiv, zwischen nat\u00fcrlich und k\u00fcnstlich, zwischen Illusion und Realit\u00e4t.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Gudrun Selz, Freiburg, 2006<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immermoos und Efeu In der Merdinger Zehntscheuer, einem Geb\u00e4ude mit sichtbarer Geschichte, entwickelt sich durch gro\u00dfformatige Fotoarbeiten eine den Raum definierende Installation. 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